Nach den Ausstellungen von Alfred Grubbauer und Nikolaus Walter wird die dritte Ausstellung im Kulturzentrum im Meierhof Arbeiten des in Linz geborenen Künstlers Josef Ramaseder zeigen.
Ramaseder hat nach einem abgeschlossenen Medizistudium ( 1974 bis 1980) bei Oswald Oberhuber an der Hochschule für Angewandte Kunst (1979 bis 1983) studiert . Neben der Absolvierung seines zweiten Studiums war er auch Gründungsmitglied der Wiener Wochenzeitung „Falter“ und arbeitete von 1976 bis 1979 an der Gestaltung der Zeitung mit. Nach einem Romstipendium von 1982 bis 1983 übersiedelte er nach New York City, wo er die nächsten 12 Jahre als Künstler lebte und arbeitete. Er reüssierte dort schnell, lebte im Umfeld von Julian Schnabel, der ihn auch malte.
Ramaseder war in der wichtigen New Yorker Amy Lipton Gallery vertreten und betätigte sich u.a. auch als Performer in einer Tanzchoreographie von Amanda Lynn zur Live Musik von Sonic Youth und dem Noise Music Pionier Glenn Branca. Mitte der 1990er Jahre war er einer der Darsteller in Ursula Pürrers Film „blueprint“ und in Edgar Honetschlägers Film „Sequenzes“. (Honetschläger war mit Großformaten im Rahmen der „Mühlviertler Festspiele“, kuratiert von Hans Peter Wipplinger, dem Direktor des Wiener Leopold Museums und derzeit noch Leiter der Kunstmeile Krems in Schwertberg mit einer großen Personale zu sehen).
Kontinuierliches Erschließen neuer Erfahrungshorizonte ist ein Charakteristikum für Leben und Werk Josef Ramaseders. Die verschiedenen Spannungsfelder wurden zum Fundus seiner erweiterten künstlerischen Praktiken, die von Malerei über Video, Foto, Installationen, Kunst im öffentlichen Raum, kuratorischen Projekten bis zu Kooperationsprojekten mit anderen Künstlern reichen. Im Mittelpunkt stand dabei auch nach seiner Rückkehr nach Österreich 1995 die Malerei: Ramaseder beschäftigte sich dabei mit Physik und Metaphorik des Lichts und der Zirkulation innerer und äußerer Bilder. So versuchte Ramaseder konsequent, seine Vorstellung vom Medium Malerei hinsichtlich dessen Vielschichtigkeit und verschiedener Adaptationsfähigkeiten zu verwirklichen.
Ramaseder lebt und arbeitet in Linz und im tschechischen Lomnice nad Ludnici wo er seit 2011 das Lomnitzke Sympozium veranstaltet. Er hat zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen absolviert und eine Vielzahl an Rezensionen in internationalen Medien von den New York Times bis Flash Art International, Art in Amerika, Art in Asia und Art News vorzuweisen.
Ramaseders Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen in den USA und Europa vertreten.