„Die geistesgeschichtlichen Grundlager der neoliberalen Ökonomie“
Fr. 23. September 2016, 20 Uhr
Eintritt : € 10.- (ermässigt € 7.-)

Diese Veranstaltung wird für „Meierhof tv.“ mitgeschnitten.

Walter Ötsch ( geb. 1950 ) mittlerweile emeritierter Ökonom und Kulturwissenschaftler an der Johannes Kepleruniversität in Linz hat sich nicht zuletzt auch in seinem „Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft“ intensiv mit den geistesgeschichtlichen Grundlagen der Neoliberalen Wirtschaftstheorie beschäftigt. Das dieser ideologischen Konstruktion zu Grunde liegende „Welt und Menschenbild“ wird er in seinem Vortrag am Fr. 23. September 2016 um 20 Uhr im Kulturzentrum im Meierhof erläutern.

Nach seinem Studium an der Hochschule für Welthandel in Wien und der Universität und seiner Dissertation 1980 habilitierte er sich 1990 mit einer Arbeit über Das Sraffa-Paradoxon. Als Hochschullehrer der "Johannes Kepler Universität“ gründete und leitet er das gesamtuniversitäre „Zentrum für soziale und interkulturelle Kompetenz“ sowie das (Forschungs-)“Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft“.. Letzteres strebt interdisziplinäre Forschung im Sinne einer multiparadigmatischen Ökonomik an und will sich auch in gesellschaftspolitisch relevante Diskussionen einmischen Hauptforschungsbereiche liegen bei der Kulturgeschichte der Wahrnehmung, des Denkens sowie des Denkens über die Wirtschaft, Bildern von Wirtschaft, Wirtschaft und Kultur, Volkswirtschaftslehre als Kulturwissenschaft sowie kommunikativen Aspekten von Gesellschaft und Politik. In Mythos Markt versucht er, die Theorie der Propaganda von Hayek und Lippmann mit der neoklassischen Allgemeinen Gleichgewichtstheorie zu verbinden und die weiten Bereiche der vorherrschenden Ökonomik als neoliberales Propagandaprojekt zu beschreiben.

Seit Oktober 2015 ist Ötsch an der "Cusanus Hochschule“ als Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte tätig.

Publikationen u.a.:

Mythos Markt. Marktradikale Propaganda und ökonomische Theorie. Marburg 2009.

Der neoliberale Markt-Diskurs. Ursprünge, Geschichte, Wirkungen. Marburg 2009. (gemeinsam mit Claus Thomasberger).

Jenseits der Hierarchie. Status im beruflichen Alltag aktiv gestalten. Weinheim 2006. (gemeinsam mit Johannes M. Lehner).

Haider Light. Handbuch für Demagogie. Wien 2000

Das Wörterbuch des NLP. Das NLP-Enzyklopädie-Projekt. Paderborn 1997, (gemeinsam mit Thies Stahl ).

Das Sraffa-Paradoxon. Das gemeinsame Konsistenz-Problem der neoklassischen und Marxschen Gleichgewichtstheorie. Habil., Berlin 1990 .

Arbeitslosigkeit und Information. Ein Beitrag zur Kritik der neoklassischen Theorie der Arbeitslosigkeit. Diss., Berlin 1981.